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Gründungsgeschichte

Gründungsgeschichte DER GPGE

(Heiner Brunner; aus der Festschrift zum 10-jährigen Bestehen)

Im Sommer 1974 wandten sich Eltern meiner Zöliakiekinder aus Stuttgart an mich mit der Bitte, sie bei der Gründung einer Elternvereinigung zu beraten, was ich für hilfreich und notwendig hielt. Die Bemühungen der Eltern führten am 29.10.1974 am Olgahospital Stuttgart zur Gründung der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft. Zu dieser Gründungsversammlung hatte ich David Shmerling eingeladen, der zusammen mit einer zöliakiekranken Mutter und deren zöliakiekrankem Kind aus Zürich anreiste, was für die Versammlung ein anschauliches Erlebnis war, ganz abgesehen von Davids „Geburtshilfe", die sich auch hier wieder aufs Beste bewährte.

Unsere 3. Tagung fand 1976 in Einsiedeln/Schweiz statt, organisiert durch David Shmerling / Zürich. Die Themen waren: 1. Belastungen bei Zöliakie (Berichte über diesbezügliche Erfahrungen aus verschiedenen Zentren) und 2. der Vorschlag zum Aufbau einer prospektiven kooperativen Mb. Crohn-Studie bei Kindern. Nach Vorbesprechungen zwischen D. H. Shmerling, H. Brunner und S. W. Bender wurde Prof. Goebell, Ulm, der zur Zeit eine kooperative Crohn-Studie bei Erwachsenen koordinierte, nach Einsiedeln eingeladen, um uns dieses Vorhaben vorzustellen. S. Bender hatte sich bereit erklärt, eine solche Studie bei Kindern zu koordinieren.

Die Ergebnisse des ersten Themas (Belastungen bei Zöliakie) wurden zusammengefasst und den Teilnehmern zugestellt. Nach dem Vortrag von Herrn Goebell und einer ausführlichen Diskussion wurde beschlossen, eine "Arbeitsgruppe Mb. Crohn bei Kindern" ins Leben zu rufen und S. Bender als Koordinator gewählt. Diese Arbeitsgruppe gestaltete ihre Aktivitäten in der Folge selbständig, organisierte mehrere Arbeitstagungen und Symposien und wurde ab 1979 von der Stiftung VOLKSWAGENWERK für die Dauer von 5 Jahren großzügig gefördert.

Im Rahmen dieser Arbeitsgruppe wurden u.a. Erstsymptome evaluiert und erarbeitet. Die Ergebnisse dieser Studie wurden teilweise publiziert. 1980 und 1983 fiel die Tagung aus organisatorischen Gründen aus. Auf der 9. Tagung unserer Arbeitsgruppe 1984 in Ising entschlossen wir uns aus mancherlei Gründen für die Gründung eines eingetragenen, gemeinnützigen Vereins, der auf der 10. Tagung 1985 in Ising als "Gesellschaft für Pädiatrische Gastroenterologie und Ernährung e.V." ins Leben gerufen wurde. Wir wählten zum 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Niessen, Tübingen, zum 2. Vorsitzenden David Shmerling, Zürich, und zum Schatzmeister Manfred Teufel, Tübingen.

Aus unserer Arbeitsgruppe/Gesellschaft gingen u.a. die in diesem Heft erwähnten Publikationen, Studien und Arbeitsgruppen hervor. Zusammenfassend kann ich feststellen: Der "Geist von Ising", wie ihn Walter Nützenadel nachhaltig und wirkungsvoll beschwört, bestimmte bisher unsere gemeinsamen Bemühungen immer wieder in individuell unterschiedlicher Form, auch anderen Ortes. Das heißt Vertrauen und menschlich-freundschaftliche Beziehungen sind die Grundlage unserer Zusammenarbeit in Wissenschaft, Klinik und Praxis.

Dieser Geist hat es auch zustande gebracht, nach der Wende einen guten gemeinsamen Weg zu finden, und ich bin ganz sicher, so wird auch der weitere Weg unserer Gesellschaft gelingen. Unsere ursprüngliche Intention, junge engagierte Kolleginnen und Kollegen zur Vorstellung und Diskussion ihrer Arbeiten und dann schließlich auch zu Mitarbeit und Mitgliedschaft anzuregen, ist bis heute auf guten Boden gefallen.